Der Trendscanner ist die Funktion, die du auf DYOR am häufigsten nutzen wirst. Sein Zweck lässt sich einfach beschreiben: Die 1.200+ von der Plattform gescannten Kryptowährungspaare durchsuchen und nur diejenigen behalten, die die von dir definierten Kriterien erfüllen. In der Praxis weniger einfach: ihn gut zu nutzen kann dir wöchentlich Stunden sparen und die Qualität deiner Coin-Auswahl deutlich verbessern.
Das Problem, das der Trendscanner löst
Ohne ein Filterwerkzeug macht ein manueller Crypto-Trader folgendes: 30 TradingView-Tabs öffnen, rein- und rauszoomen, nach "Coins suchen, die steigen, mit einem vernünftigen RSI und gutem Volumen". Ergebnis: Eine Stunde später hat er sich 15 angesehen, ist müde, und hat wahrscheinlich die besten verpasst.
Der Trendscanner automatisiert diese Sortierung. Du sagst ihm, wonach du suchst – einen bullishen Trend auf dem 4h, einen RSI zwischen 40 und 60, ein 24h-Volumen über dem Durchschnitt – und er gibt dir die Liste der passenden Paare, mit jedem Scan aktualisiert (alle paar Stunden).
Die Anatomie des Trendscanners
Wenn du den Trendscanner öffnest, siehst du drei Hauptbereiche:
- Die Filterleiste oben: Jeder Filter fügt der Liste eine Einschränkung hinzu (Trend, Indikator, Volumen, Muster, usw.).
- Anpassbare Spalten: Du wählst, welche Metriken angezeigt werden sollen (RSI 1h, RSI 4h, ADX, Abstand zur 200 EMA, usw.).
- Ergebniszeilen: Eine pro Paar, anklickbar um die Detailansicht des Coins zu öffnen.
Oben rechts findest du auch einen Preset-Selektor: gespeicherte Filter + Spalten-Konfigurationen, die du mit einem Klick abrufen kannst. Hier entsteht der größte Zeitgewinn.
Deinen ersten Filter aufbauen
Nehmen wir ein konkretes Beispiel. Angenommen, du suchst Coins in einem klaren bullishen Trend, noch nicht überkauft, mit Volumen.
- Trend: Filter "DYOR-Trend" → Wert "Bullish" oder "Stark Bullish".
- Momentum: Filter "RSI 4h" → zwischen 45 und 65 (weder zu niedrig noch überhitzt).
- Trendstärke: Filter "ADX 4h" → über 20 (etablierter Trend).
- Volumen: Filter "Volumen 24h" → über 7-Tage-Durchschnitt.
Starte den Filter. Typischerweise bekommst du 30 bis 80 Paare von 1.200+. Das ist bereits viel handhabbarer, und vor allem ist es eine Vorauswahl nach deinen eigenen Kriterien, nicht nach einem Impuls des Moments.
Spalten: anzeigen, was wichtig ist
Standardmäßig zeigt der Trendscanner einige grundlegende Spalten an. Du kannst beliebig viele über das Menü "Spalten" hinzufügen. Einige nützliche Kombinationen:
- Multi-Timeframe: RSI 1h, 4h, 1D nebeneinander anzeigen, um Ausrichtungen zu erkennen.
- Volumen & Volatilität: Volumen-Ratio, CMF, normalisierter ATR, Choppiness – um Bewegungen zu bestätigen.
- DYOR-Score: Unser zusammengesetzter Score, der Trend + Momentum + Price Action aggregiert.
Tipp: Sortiere eine Spalte durch Klicken auf ihre Überschrift. Absteigend nach Score sortiert + bullisher Filter = deine Top-Chancen gerade jetzt.
Presets: dein Zeitkürzel
Sobald du eine Filter + Spalten-Kombination gefunden hast, die funktioniert, speichere sie als Preset. Du kannst so viele erstellen, wie du willst:
- Meine 4h-Swings: bullische Filter, neutraler RSI, starker ADX, steigendes Volumen.
- Reversals: Multi-TF überverkaufter RSI, Divergenz erkannt, nahe einem Support.
- Pump-Alerts: abnormales Volumen + Trendlinien-Ausbruch.
Wenn du den Trendscanner öffnest, wendet ein Klick auf ein Preset sofort die Konfiguration an. Kein manuelles Setup mehr bei jeder Session.
Zu vermeidende Fallstricke
- Zu viele Filter: Je mehr du stapelst, desto kleiner wird deine Stichprobe. Ein Scan, der 2 von 1.200 Paaren zurückgibt, ist oft nicht "sehr selektiv", sondern "schlecht kalibriert". Ziele auf 20–50 Ergebnisse ab, um Optionen zu haben.
- Filtern ohne Kontext zu betrachten: Ein Coin, der alle deine technischen Kriterien erfüllt, könnte sich mitten in einem massiven Dump auf dem 1D befinden. Öffne immer die Detailansicht, bevor du eine Entscheidung triffst.
- Vergessen, dass Daten scansynchron aktualisiert werden: DYOR scannt alle paar Stunden. Zwischen zwei Scans könnte ein "RSI 4h = 55" auf den Börsen zu "RSI 4h = 72" geworden sein. Überprüfe immer den Scan-Zeitstempel oben rechts.
Was kommt als nächstes?
Der Trendscanner ist ein Einstiegspunkt, kein Kaufsignal. Sobald du deine Shortlist hast, ist die Best Practice:
- Die Detailansicht jedes interessanten Coins öffnen (Multi-TF-Chart, Indikatoren, erkannte Muster, Divergenzen).
- Mit deinen eigenen Schlüsselniveaus und deiner Einschätzung des breiteren Marktes (BTC-Dominanz, Sentiment) querverweisen.
- Über den Button "Alerts" einen Alert setzen, damit du nicht auf den Bildschirm starren musst.
Als nächstes lesen: Smart Setups – eine Stufe über dem Trendscanner, wo DYOR die Sortierung für dich übernimmt, indem es automatisch die interessantesten Konfluenzen erkennt.